054 Raingarden ETH
Wolfgang-Pauli-Strasse, Zürich, Schweiz
2023 Studie
Regenwasser trifft Innovation
Im Zuge der umfassenden Sanierung der Wolfgang-Pauli-Strasse an der ETH Hönggerberg wird das Prinzip der Schwammstadt in die urbane Planung integriert. Dieses Konzept macht städtische Flächen widerstandsfähiger gegen Starkregen und Hitze, indem Wasser vor Ort aufgenommen, gespeichert und kontrolliert wieder freigesetzt wird. Entlang der Straße übernehmen bepflanzte Mulden, sogenannte Raingardens, die Aufgabe, Regenwasser zu versickern und durch Verdunstung zur Kühlung beizutragen.
Skulpturale Sitzmöbel als Gestaltungselement
Die Mauern, die diese Raingarden säumen, werden durch eigens entworfene Sitzmöbel ergänzt. Diese skulpturalen Elemente bestehen aus einem durchgehenden Stahlrohr, einem Oneliner, und erinnern an die ikonischen Graffiti von Harald Nägeli in der Abstellhalle aus den 80er Jahren der ETH. In ihrer Formensprache verbinden sie Fluss und Klarheit und schaffen einen starken Bezug zur Identität des Ortes. Die Möbel dienen sowohl dem Trottoir als auch den Raingardens: Sitzflächen auf unterschiedlichen Ebenen laden zum Verweilen ein, selbst bei sommerlicher Trockenheit. Größere Pflanztröge ergänzen die Raingarden in der Kaufreihung der Strasse entlang, bilden Ankerpunkte und erweitern den gestalterischen Raum.
In dieser Möbel-Studie wurden verschiedene Arten von Sitzauflagen getestet. Manche Sitzflächen sind bunt gestaltet, andere feuerverzinkt.
Stadtentwicklung mit künstlerischem Anspruch
Durch die Kombination von innovativem Wassermanagement und einer klaren, künstlerischen Designsprache setzt die Wolfgang-Pauli-Strasse ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung. Hier werden technische Effizienz und künstlerische Ausdruckskraft vereint, um einen Ort der Begegnung und des Verweilens zu schaffen. Die Wolfgang-Pauli-Strasse wird so zu einem Vorbild für zukunftsweisenden öffentlichen Raum, der gleichzeitig die Identität der ETH stärkt.
Team
Konzept Landschaft & Möbel: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur
Ausarbeitung Möbel: Winfried Schneider