009 Friedhof Düren
Düren, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
2007 - 2008 - Planung & Umsetzung
Schöpfbrunnen für den Friedhof Düren – Orte des Austauschs und der Ruhe
Im Mai 2008 wurden auf dem Hauptfriedhof in Düren fünf Schöpfbrunnen als Wasserstellen errichtet. Dieses Projekt entstand durch die Zusammenarbeit zwischen der Akademie Gut Rosenberg und den Servicebetrieben Düren. Unter der Betreuung von Dipl. Designer Elmar Heimbach entwickelten und realisierten fünf Studierende eigenständige Entwürfe, die die Wesensart eines Brunnens als Ort der Interaktion, des Gedenkens und der sinnlichen Wahrnehmung neu interpretieren.
Räume der Begegnung und Besinnung
Die Schöpfbrunnen wurden bewusst an besonderen Orten aufgestellt: unter Bäumen, vor Sträuchern und an Wegkreuzungen. Diese Standorte schaffen Räume des Austauschs, in denen Menschen innehalten, miteinander ins Gespräch kommen oder in Stille verweilen können. Hier wird Wasser geholt, Blumen werden geschnitten, und das sanfte Geräusch des fließenden Wassers begleitet die Atmosphäre – ein Moment der Verbindung zwischen Mensch und Umgebung.
Individuelle Gestaltung als Ausdruck von Vielfalt
Jeder Schöpfbrunnen spiegelt die individuellen Herangehensweisen der fünf Studierenden wider, wodurch ein Ensemble entstand, das unterschiedliche Perspektiven und Ansätze sichtbar macht. Jeder Entwurf trägt durch die gemeinsame Materialität des Betons zur Identität des Friedhofs bei und hebt die Materie Wasser auf eine Ebene der Wahrnehmung, die alle Sinne anspricht:
Balken mit Kerbe – gestaltet von Mathias Kohn
Fass-Brunnen – gestaltet von Pierro Bri
Brunnen mit 4 Stehlen – gestaltet von Anne Bergerfurth
Zwei Steine – gestaltet von Moritz Schauffler
- Schöpfbrunnen – gestaltet von Winfried Schneider
Ein Beitrag zur Identität des Friedhofs
Diese Brunnen sind weit mehr als reine Wasserquellen. Sie sind Ausdruck einer Haltung, die Räume für Menschen und Begegnungen schafft. Die Wahl der Materialien und die präzise Ausführung setzen dabei auf Nachvollziehbarkeit und Klarheit. Jeder Brunnen erzählt eine eigene Geschichte und bringt durch seine Gestaltung und Positionierung die soziale und räumliche Identität des Friedhofs zum Ausdruck.
Wasser als verbindendes Element
Die Schöpfbrunnen verbinden nicht nur ästhetische Klarheit mit dem praktischen Nutzen, sondern schaffen Orte, die durch Klang, Haptik und Materialität wirken. Das Wasser, als Element des Lebens, wird hier zum Sinnbild für Gemeinschaft und Kontemplation – eine Einladung zum Dialog mit der Umgebung und miteinander.