039 Quaibrücke
Quaibrücke, Zürich, Schweiz
2014 - 2016 Planung & Ausführungsplanung
Die Quaibrücke als kantonale Schlüsselverbindung
Die Quaibrücke in Zürich verbindet den Bürkliplatz mit dem Bellevueplatz und ist eine zentrale Verkehrsader. Als kantonale Strasse spielt sie eine essenzielle Rolle im städtischen Verkehrsnetz und fungiert als wichtiger Knotenpunkt für Fußgänger, Velofahrer, Autos und den öffentlichen Verkehr, einschließlich mehrerer Tramlinien. Ihre Bedeutung für die Mobilität innerhalb der Stadt Zürich macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der städtischen Infrastruktur.
Verbesserung der Fußgänger- und Veloverkehrsführung
Im Zuge der umfassenden Sanierungsarbeiten im Jahr 2015 wurde die Breite der Gehwege um etwa 50 cm erweitert, um mehr Raum für Fußgänger und Velofahrer an diesem verkehrsreichen Nadelöhr zu schaffen. Neu wurden der Veloverkehr und die Fußgängerwege klarer durch einen taktilen Stein getrennt, was sowohl die Sicherheit als auch den Komfort verbessert. Diese Maßnahmen schaffen einen Mehrwert sowohl für die Durchquerung als auch für den Aufenthalt auf der Brücke. Dazu wurden die Steinkanzeln verkleinert, und das bestehende Geländer wurde nachhaltig saniert. Die neuen Kandelaber wurden mittels Konsolen unterhalb der Brücke befestigt, wodurch sie nicht nur Beleuchtung bieten, sondern auch die Oberleitungen der Trams tragen.
Entwässerung und städtebauliche Integration
Die Brückenentwässerung wurde neu gestaltet, sodass das Wasser über die Stirnseite der Brücke abgeleitet wird. Diese technische Anpassung wurde in enger Abstimmung mit Grün Stadt Zürich, dem Tiefbauamt Zürich und dem Amt für Städtebau vorgenommen, um neben funktionalen Aspekten auch ein harmonisches städtebauliches Bild von der Seeseite her zu gewährleisten.
Nicht realisierte Beleuchtungskonzepte
Während der Planungsphase wurden zusätzliche Beleuchtungselemente in Betracht gezogen, darunter eine neue Leuchte sowie eine zweite Leuchte auf 3,5 Metern Höhe speziell für Fußgänger. Die höhere Leuchte sollte zur funktionalen Beleuchtung der Fahrbahnen beitragen, während die tiefere Doppelleuchte für den kleineren Raum der Fußgänger gedacht war. Dieses Konzept nahm auch Bezug auf die bestehenden Suchten der Brücke. Beide Lösungen wurden jedoch letztlich nicht umgesetzt, da das EWZ standardisierte, einheitliche Beleuchtungskörper bevorzugte. Eine individuelle Lösung, die dem speziellen Ort eine eigene Identität verliehen hätte, wurde nicht gewünscht.
Team
Auftraggeber: Tiefbauamt Zürich
Planung Trottoir und Kandelaber: Winfried Schneider als Projektleiter bei Studio Vulkan Landschaftsarchitektur
Involvierte Ämter: Grün Stadt Zürich, Tiefbauamt Zürich, EWZ, Amt für Städtebau, Plan Lumiere
Lichtplanung: Nachtaktiv GmbH
Kandelaber und Konsole: Burri public elements AG
Bauingenieur: IG Toscano-Heierli
Oberflächenarbeiten: WALO Bertschinger AG