Boostocksteg

Boostocksteg Spreitenbach

Wettbewerbsgewinn im November 2023, Studienbeitrag im selektiven Verfahren nach Präqualifikation, Planung eines neuen Steges über die Bahnhofstrasse in Spreitenbach mit angrenzenden Freiräumen, Bearbeitung mit Zwischenkritik Januar bis Oktober 2023.

Im Team von Timbatec Holzbauingeniuere Schweiz AG und Sandra Schlosser, Atelier Soto- Freiraum und Landschaft, für die Gemeinde Spreitenbach

 

Das Zentrum

Das RES 2030 (Räumliche Entwicklungsstragetie Spreitenbach) zeigt die Anbindung des alten Dorfes von Spreitenbach durch die Querachse (Boostockstrasse-Zinggackerbrücke), und damit die Wichtigkeit des Bootocksteges für die zukünftige Entwicklung Spreitenbachs und der Vernetzung der Quartiere untereinander. 

Spreitenbach wird räumlich stark geprägt von den umliegenden Hochhäusern des Zentrum, die vertikalen Punkte und wichtige Quartiere im Stadtgefüge definieren. Die Enge des Limmattals mit den umliegenden Hügelketten ist stark zu spüren. Die Hochhäuser sagen, dass hier ein Zentrum ist, auch weithin sichtbar im Limmattal.

 

Der Park

Als zentrales Bindeglied zwischen den Wohnquartieren, dem alten Dorfkern und dem überregional interessantem Shoppingcenter Tivoli soll künftig eine grosszügige Parkfläche fungieren. Durch die grüne Mitte mit Naherholungs- und Aufenthaltswert wird der Druck auf die Freiräume im Siedlungsgebiet deutlich verringert. Angeboten werden Spielmöglichkeiten, Begegnungsorte, Bereiche für Erholung, Sport, Freizeit, Tourismus und bespielbare, freie Wiesen und Flächen. Zugleich bietet der grosszügige Parkraum auch vielfältige Flächen für naturnahe, ökologisch wertvolle Lebensräume an und leistet somit einen relevanten Beitrag zur Grünraumvernetzung, Biodiversität und dem Erhalt der Artenvielfalt. 

Durch reduzierten Einsatz versiegelter Flächen und gezielten Pflanzungen grosskroniger Baumarten leistet der Park auch seinen Teil zum nachhaltigen Wasserhaushalt und durch Verdunstung begünstigen Hitzeminderung im urbanen Umfeld. Definiert wird Spreitenbachs Zentralpark durch eine umlaufende, markante Baumreihe, welche die bestehenden Platanenreihen aufnimmt. Räumlich gefasst, wird der Eindruck der Mitte gestärkt und gleichzeitig die Vernetzungswege und die neue Veloroute entlang der Parkränder klar ablesbar. Wichtige Wegachsen aus den Quartieren werden aufgenommen und im Park zusammengeführt. An den Wegkreuzungen entstehen in loser Folge Platzflächen mit differenzierten Charakteren. Somit wird ein breites Spektrum an Orten geschaffen, die den einzelnen Bevölkerungsgruppen als Treffpunkt, Aufenthalts- oder Veranstaltungsort angeboten werden.

Der neue Boostocksteg wird Teil dieses Gefüges aus Wegen und Plätzen sein und bindet sich somit wie selbstverständlich in Park und Quartier ein, die trennende Bahnhofsstrasse wird Dank der Linienführung ihrer Barrierewirkung des Steges entledigt.

 

Der Boostocksteg, das Tor zum Park!

Unser Konzept des neuen Steges würde mit einer direkten, geraden Linienführung den Quartiersplatz und den Park miteinander verbinden:

1. Die Länge des Steges wird definieret durch die neue Velo- und Fussgängerverbindung, welche unter der Brücke durchgeht, um die Quartiere Brüel und Langäcker zukünftig miteinander zu verbinden. Eine zusätzliche Anschüttung dieses Weges auf Niveau Steg würde den Raum unter der Brücke auf der Bahnhofstrasse stark einengen und sehr unattraktiv machen. Daher benötigt diese Schnittstelle zwischen Oberdorf und Park mehr Freiraum, Transparenz und Offenheit. Der neue Park mit seinen Grünflächen sollte zukünftig freiräumlich und ökologisch miteinander vernetzt werden! Die bestehende Rampe zusammen mit den bestehenden Häusern trennt die einzelnen Parkflächen untereinander. Diese Grünflächen sollten miteinander verknüpft werden, um Flora und Fauna miteinander zu vernetzen. 

2. Da das Strassen-Raumprofil an der Bahnhofstrasse von 4,5m Höhe aus dem Bestand heraus knapp bemessen ist, haben wir nur eine geringe Aufbauhöhe und Platz für die Fahrbahn. Zudem ist unsere Zielsetzung die Brücke transparent, offen, freundlich und sozial sicher zu machen, um Ausblicke auf den Park gewährleisten und das Bauwerk als öffentliches Bauwerk auszubilden. Ein vertikales Gate macht die Brücke im Stadtgefüge weithin sichtbar und setzt ein Zeichen, welches eine zukünftige Entwicklung sichtbar macht und als Eingangstor zum Park verstanden wird. Somit wird die Brücke Teil des neuen Zentrums und verbindet auch visuell das Dorf und den Qartiersplatz mit dem Park. Um das vertikale Gate mit der horizontalen Fahrbahn zu verbinden, ist es logisch dies mit Stahlseilen zu verbinden, um hier die Transparenz, Offenheit und soziale Sicherheit zu sichern. Wir schlagen hier eine innovative Holzbaukonstruktion, die diesem öffentlichen Bauwerk und dieser Situation, der Transparenz und Offenheit gerecht wird.

3. Der Steg wird am Anfang und Ende zusätzlich aktiviert vom Quartiersplatz und von den Sonnenterrassen, die einen wesentlichen Beitrag zur Aufenthaltsqualität der Freiräume für die Bevölkerung beitragen. Die Treppe verkürzt die Anbindung des neues Trottoirs und dem Steg. Der Raum unter dem Steg wird freiräumlich durch ein Retensionsbecken aktiviert, welches das Regenwasser der Brücke aufnimmt. Dieser Raum wird dadurch  ökologisch mit den umliegenden Parkflächen vernetzt und stellt kein soziales Risiko dar, da dort keine Menschenansammlungen stattfinden können.

Der Quartiersplatz

In der Abfolge öffentlicher Räume und Nutzungen im Stadtbild übernimmt der neue Quartiersplatz am Auftakt des Stegs im oberen Dorf die Funktion eines nachbarschaftlichen Treffpunkts, als Aussichtspunkt auf Park und Umgebung einen wichtigen Trittstein im Langsamverkehrsnetz und dient dem informellen Austausch im Quartier. Hier wird sich getroffen, ausgetauscht, Schüler der benachbarten Schule können pausieren. Ein Mikro-Treffpunkt, der die Menschen wieder stärker zusammenbringt.

Der Platz bildet sich aus dem Knotenpunkt fünfer Wegebeziehungen und zentriert die randseitigen Sitzbänke um ein Wasserelement in der Mitte. Additive Baumpflanzungen umranden den Platz, machen ihn räumlich fassbar und schaffen verschattete Orte zur sommerlichen Abkühlung. Der kleinformatige Steinbelag hierarchisiert Bewegungsachsen durch eine graduierliche Öffnung des Fugenanteils von geschlossenem Hauptweg zu offenen Gras- und Kiesfugen in den Randbereichen. Er schafft eine hochwertige Haptik, Aufenthaltsqualität und Quartierscharakter, den Asphalt als Oberfläche nicht leisten kann.

Die Sitzelemente betonen die Linienführung der Wege und münden im Steg. Somit wird eine selbstverständliche Überleitung vom Oberdorf in den Park eingeleitet.

   

 

Sonnenterrassen & Weiher

Die Ankunft im Park wird auf der rechten Seite des Stegs von einem als Sonnenterrasse ausgebildeten Hügels definiert. Dieser Hügel liegt weiter im Park als die bestehende Rampe, daher fällt dieser auch kleiner aus und kann sich besser in die Terrainmodellierung des zukünftigen Parks integrieren. Solange der Park noch nicht als solcher gestaltet ist, bietet dieser Ort temporär die Aufenthaltsqualität, die von einem solchen Freiraum im Siedlungsgebiet erwartet werden darf.

Der naturnah gestaltete Brückenkopf wird als Wiesenhügel in die Freiflächen integriert und mit Tritt- und Sitzstufen zum informellen Aufenthalt ergänzt. Als Pilotprojekt für die tatsächliche Parkgestaltung kann hier im kleinen Rahmen ausprobiert werden, was sich Spreitenbach von seinem Zentralpark erwünscht. Daher sehen wir die Sonnenterrassen und den Weiher eher als temporäres Versuchslabor, indem Erkenntnisse für de spätere Parkgestaltung getestet werden können.

Mit seiner unterschwelligen Ausstattung ist der Hügel als Tribüne für Nachbarschaftsveranstaltungen, Aussenklassenzimmer für den Schulbetrieb, Kletterspiel für Kinder oder Sonnenterrasse für die Mittagspause und eine Vielzahl an weiteren Nutzungen geeignet, ohne vorzuschreiben, was passiert. Dies bietet grosse Nutzungsflexibilität und ermöglicht Mitwirkungsverfahren, die zukünftige, noch nicht definierte Nutzungen mit einbezieht.

Ergänzt wird diese erste Parkintervention durch eine Wasserfläche unterhalb des Brückenkopfes. Somit wird diesem Bereich eine wichtige Funktion im Grünraumgefüge zu Teil. Regenwasser des Stegs wird hier rückgehalten, speist ein Feuchtbiotop mit wichtigen Lebensräumen und senkt dank Verdunstungskühlung die Temperaturen angenehm ab. Zudem steigert der Blick auf diese Wasserflächen die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Sonnenterrasse. Geeignete Pflanzen ergänzen hier ebenfalls dieses Feuchtbiotop, so dass sich Flora und Fauna hier grösstmöglich entfalten können. Dieser wertvolle Grünraum schafft Lebensraum für Tiere, die mit Ihren Geräuschen wir das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Zikaden oder das Quaken der Frösche für einen Mehrwert für die Bevölkerung beitragen.

Dieses Becken fällt diesen Raum unter der Brücke mit einer Funktion, um die freiraum- und ökologische Vernetzung des zukünftigen Parks zu gewährleisten.  Es ensteht kein Raum, der sozial unbrauchbar ist und nicht kontrollierbar ist. Somit erfüllt dieses Becken mehrere sehr sinnvolle Funktionen.

    

Stadtökologie, Biodiversität und Nachhaltigkeit

Aus stadtökologischer Sicht wird versucht, das Projekt übergreifend für die Bevölkerung lebenswerter, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten, indem ökologische Prinzipien in die Planung und Entwicklung integriert werden. Die Erhaltung der Biodiversität in städtischen Gebieten ist ein wichtiger Aspekt und umfasst den Schutz von heimischen Pflanzen- und Tierarten sowie die Förderung von Artenvielfalt in städtischen Lebensräumen. Zudem werden auch soziale Aspekte berücksichtigt, da der Zugang zu Grünflächen und einer gesunden Umwelt das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Stadtbewohner erheblich beeinflusst.

Für die Vision des Parks heisst das, dass die umfassenden Baumreihen aus robusten, stadtverträglichen und klimaresistenten Arten bestehen müssen, um hier ein langfristiges Zeichen zu setzen und auch in 50 Jahren noch den Charakter des Ortes sowie die durch alten Baumbestand am effektivste CO2-Speicherung voll ausschöpfen zu können.

Die Baumgruppen im Park sollten möglichst mit grosskronigen Solitären, Heckenkissen und Wildblumenwiesen ergänzt werden, die Modellierung des Terrains für schattige bis sonnige, feuchte bis trockene Standorte sorgen. Die Grösse des Park lässt eine doppelte Nutzung für Mensch und Natur problemlos zu und so steht Aufenthaltsqualität und Biodiversität und Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch.

 

     

 

Konstruktion & Statik

Die Konstruktion umfasst ein zentral angeordnetes Portal, bestehend aus zwei Brettschichtholz-Stützen, die als Pylonen platziert werden. Der Abstand der beiden Pylonen wird über Riegel miteinander verbunden. Die seitliche Stabilität des Pylonen wird durch den Einsatz von gekrausten Stahlseilen erreicht. 

Die Fahrbahn wird aus Brettsperrholz (Cross Laminated Timber, CLT) hergestellt. Diese CLT-Elemente werden in Brückenlängsrichtung mittels der TS3-Technologie biegesteif zu einer grossen Platte miteinander verklebt. Damit kann bei einer geringen Bauteildicke die nötige Steifigkeit in Längsrichtung gewährleistet werden. Seitlich sind die Elemente mit den Randträgern aus Brettschichtholz verbunden. Diese Träger sind mit Stahlseilen von den Pylonenspitzen abgehängt. 

Die gesamte Konstruktion wird auf der Oberseite vollständig mit einer bituminösen Abdichtung versiegelt und mit einer Fahrbahndecke aus Gussasphalt versehen. Die Entwässerung der Fahrbahn wird über eine in Längsrichtung verlaufende Rinne gewährleistet, welche das anfallende Regenwasser in den darunterliegenden Weiher speist. Zusätzlich sind an beiden Enden der Fahrbahn Rinnen in Querrichtung vorgesehen, die eine gesonderte Entwässerung besitzen.

An der Spitze des Pylons wird ein Schutzhelm aus Stahl angebracht, der sowohl dem Schutz des Stirnholzes dient als auch die Gabelkopfanschlüsse der Schrägseile ermöglicht. Um jegliche Kapillarwirkung zu unterbinden, wird der Stahlhelm mithilfe von Hartholzleisten in einem Abstand zur BSH-Stütze gehalten.

Am unteren Ende der Stahlkonstruktion wird das Holz leicht schräg geschnitten, um die Ableitung von anfälligem Kondensatwasser zu ermöglichen. Der um 45° gedreht verbaute Querriegel wird mittels einer Stahl-Stahl-Verbindung mit Abstand zur Stütze befestigt und oberflächlich durch Opferbretter geschützt. Der Anschluss der Pylonen an das Fundament wird durch einen einbetonierten Stützenfuss gewährleistet. Die Verbindung von Stützenfuss und BSH- Stütze erfolgt über eingeklebte Gewindestangen.

Die Aussenseite der statisch wichtigen Fahrbahnträger wird mit einer Holzschalung geschützt und bietet eine Hinterlüftungsebene, die das Trocknen der Aussenschalung gewährleistet. Die Befestigung der Stahlseile und der Geländerpfosten erfolgt über ein fensterbankartiges, geschlossenes Stahlteil, welches im Träger eingelassen ist und über ein Stahlschwert und Stabdübel verankert wird. Diese sekundäre wasserführende Schicht fährt anfallendes Wasser nach Aussen über die Schalung ab. Die Oberseite des Trägers erhält eine vollständige Blechabdeckung mit leichtem Gefälle nach Aussen und bildet die primäre wasserführende Schicht. Im Auflagerbereich liegen die Träger auf einer horizontal- verschieblichen Stahlkonstruktion. Die Stirnseite der Träger wir mit einem Opferbrett und einer Hinterlüftung ausgestattet. Das Opferbrett bekommt an der Unterseite einen Anschnitt, um das Abtropfen von Wasser ermöglichen. Es ist von besonderer Wichtigkeit, ausreichend Raum zwischen der Holzkonstruktion und dem Betonsockel zu lassen, um eine stetige Luftzirkulation zu gewährleisten.

 

 

 

Steg als  Knotenpunkt

Der Boostocksteg fungiert mit den anschliessenden neu vorgeschlagenen Verbindungen und dem Quartiersplatz als neuer Knotenpunkt, um das Zentrum und die Quartiere besser miteinander fussläufig zu verbinden. Die Hauptverbindung über den Steg schafft hier die grösste, mit 4,5 breiteste Wegeverbindung ins Zentrum, die auch auf vermehrten zukünftige Kapazitäten ausgelegt ist. 

Die alte Bahnhofstrasse bekommt am rechten Rand einen neuen Trottoir für Fussgänger, da diese sonst immer über den bestehenden Kiesstreifen laufen müssen. Dieser ist chaussiert oder mit Gehwegplatten ausgestattet. Eine neue Fuss- und Veloverbindung vom Quartiersplatz führt direkt hinunter auf die Bahnhofstrasse, um den Langsamverkehr und kurze Wege zur Bushaltestelle und an das neue Gemeindehaus zu verkürzen und langfristig zu stärken.

Auf der rechten Seite des Boostocksteges schlagen wir entlang der Bahnhofstrasse einen neuen Velo- und Fussgängerweg vor, der zukünftig als Teil des Parks gelesen wird und auf diesem Niveau geführt wird. Dieser Weg erschliesst neu das Quartier Langäcker und Brüel miteinander, so dass diese Massnahme ganzheitlich in die Langsamverkehrsstruktur von Spreitenbach einwirkt und diese nachhaltig, fussläufig verbessert.

 

Nachhaltigkeit des Holzbaus / Innovation & Wirtschaftlichkeit

Der Einsatz von Holz als Hauptbaustoff reduziert die Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Ressourcen wie Beton oder Stahl. Holz ist ein nachwachsender und erneuerbarer Rohstoff, der kontinuierlich aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewonnen werden kann. Dieser reduziert per Se den gesamten Bau um 30% CO2 in der Erstellung im Vergleich zum konventionellen Bau. Während des Wachstums binden Bäume CO2 und speichern es im Holz, wodurch Holzbrücken zur Treibhausgasreduzierung und zum Klimaschutz beitragen. Die Herstellung von Holzbauteilen erfordert weniger Energie im Vergleich zu Beton oder Stahl, was den ökologischen Fuabdruck minimiert. Die Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit von Holz tragen zur Abfallreduktion und Ressourcenschonung bei.

Während des Wachstums binden Bäume CO2 aus der Atmosphäre und speichern es im Holz. Durch die Verwendung von Holz in der Brückenkonstruktion trägt der Boostocksteg zur Reduzierung von Treibhausgasen und zum Klimaschutz bei. Die Herstellung von Holzbauteilen erfordert im Vergleich zu anderen Baustoffen wie Beton oder Stahl deutlich weniger Energie. Dadurch wird der ökologische Fussabdruck des Bauvorhabens minimiert. Der grosse Vorteil der Holzbauweise liegt in der Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit. Bei späterer Erneuerung oder Demontage kann Holz in anderen Bauvorhaben wiederverwendet oder recycelt werden, was Bauabfälle reduziert und Ressourcen schont.

Die schnelle Montage von vorgefertigten Holzbrückenelementen auf der Baustelle führt zu geringeren Störungen für die Umgebung. Weniger Lärm, Emissionen und Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr bedeuten weniger Kosten für temporäre Massnahmen zur Verkehrsregelung oder Lärmschutz. Fortschritte in der Holzbautechnologie haben die Haltbarkeit und Tragfähigkeit von Holzbrücken erhöht. Moderne Holzbrücken können länger halten und grössere Belastungen tragen als ihre traditionellen Gegenstücke.

 

Varianten

Anfangs haben wir verschiedene Grössen evaluiert, die verschiedene Themen zur Ausgangslage haben. Ein Aussichtsturm war die erste Idee, der den städtischen Höhepunkt nicht nur markiert, sondern auch die Aussicht ins Limmattal und damit die räumliche Weite erlebbar macht. Variante XL war eine Variante, die die gesamte Rampe mit 6% Steigung schlängelnd in die Situation einpasst. Ein Ersatzneubau in Grösse S kam für uns nie in Frage, da die Tragweite zu klein ist und an der bestehenden Situation festhält. Den Aussichtsturm haben wir in der Endausarbeitung weggelassen, um die Brücke besser in die Situation einzupassen, die Konstruktion minimal zu halten und in ein statisches Gleichgewicht zu bringen. Der Turm ist allerdings keine verlorene Idee, wir haben diesen Neu in der Mitte des neuen Zentralparks positioniert, wo er mehr Sinn macht als am Rande des Parks. Er kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder reaktiviert und ins Parkkonzept integriert werden.